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Chronik des ASV Bous

Fakten, Daten und "Anekdötchen"

Lauers Mühle

Die Lauer's Mühle befand sich neben der heutigen Fußgängerbrücke zum Bommersbachtal und war eine von 14 Mühlen am Sprenger- und Bommersbach

Die Gründungsversammlung des späteren Angelsportvereines ASV Bous fand am 30. 11. 1958 im „Petri Hof" statt.

Die 17 Gründungsmitglieder waren die Sportfreunde:Herbert Becker,Edgar Becker,Willy Dahlem,Franz Gier,Gottfried Gier,Peter Gier,Nikolaus Heckmann,Hans Kreis,Dieter Kreutz,Fritz Neisius,Karl Neufing,Kurt Neufing,Hans Seidel,Karl Walter,Peter Weiland,Otto Wolf,Willi Zwer

Die Versammlung wählte ihren ersten vorläufigen Vorstand und mit Gottfried Gier den ersten Vorsitzenden, nachdem sie die Gründung des Angelsportvereines einstimmig beschlossen hatte.

Es waren die Brüder Franz und Gottfried Gier, die das für unseren Verein wichtigste Element, nämlich das Wasser, mit einbrachten. Sie hatten damals den Bornmersbach von der Schafbrücke bis nach Knausholz und ein weiteres nicht näher bezeichnetes Fischereigewässer gepachtet und übertrugen die Rechte auf den Verein.

Am 04.01.1959 gab sich der Verein anlässlich seiner ersten Generalversammlung seine Vereinssatzung.

Insgesamt wurden 1959, im ersten Jahr nach der Gründung, fünf Versammlungen abgehalten.

Es ist nicht beurkundet, ob die Mitglieder nicht pünktlich ihre Beiträge bezahlt hatten oder ob bereits der erste Ärger mit dem Finanzamt ins Haus gestanden hatte, jedenfalls trat am 03. Mai 1959 bereits der erste Kassierer, Fritz Neisius, zurück. Im Rechenschaftsbericht des Schriftführers Hans Kreis über das Jahr 1959 bemängelt dieser, dass die Versammlungen im Schnitt nur von 50 % der eingetragenen Mitglieder besucht wurden, wobei der 3. Mai auch diesbezüglich kein guter Tag gewesen sein kann, es erschienen nämlich außer dem Vorstand nur vier Mitglieder. Wie man sieht, waren die Probleme von damals schon die Probleme von heute.

Ansonsten wurde fleißig organisiert, geplant und natürlich auch geangelt:
So betrug die Aufnahmegebühr 1000 frs, die erste Hälfte des Jahresbeitrages (die Höhe verschweigt der Berichterstatter) war bis zum 30.06.1959, die zweite Hälfte aber spätestens zum 15.07.1959 zu entrichten.

Die Arbeitseinsätze wurden militärisch knapp angeordnet.
„Es wird jedem Mitglied des Vereins zur Auflage gemacht, zwecks Säuberung des Panzergrabens eine Arbeitsleistung von 10 Stunden persönlich oder durch einen Ersatzmann durchzuführen, andernfalls einen Betrag von 15.- DM der Vereinskasse zuzuführen. Die Arbeitsleistung ist in der Zeit vom 15. bis 31.10.1959 durchzuführen". Das war Klartext und Zack-Zack.

Der Bommersbach (Zitat: „war zeitlebens ein Forellengewässer, wie es weit kein zweites gab") wurde mit 500 Jungforellen besetzt. Für die sportlichen Veranstaltungen musste man aber noch auswärtige Fischereigewässer besuchen.

So errang Sportsfreund Adolf Dal Moro beim vereinsinternen Preisfischen in Dissel (Lothringen) den ersten Preis. Die Vereinsmannschaft belegte beim Preisfischen um den Wanderpokal des Landesfischereiverbandes bei 38 teilnehmenden Mannschaften immerhin einen respektablen zwölften Platz.

Kein Wunder, dass der Wunsch nach eigenen Gewässern die Planung eines vereinseigenen Weihers beschleunigte und so wurden diesbezügliche schriftliche Anträge an den Herrn Bürgermeister Louis gestellt. Ausgeschaut und für geeignet befunden hatte man ein Sumpfgelände bei der Lauers Mühle.

Ende 1959 zählte der Verein bereits 22 Mitglieder.

Die Jahre 1960/1961

Bürgermeister Emil Louis hält die Rede zum ersten Spatenstich des Mühlenweihers.

Das Jahr 1960 war geprägt durch Arbeit, Erfolg, aber auch Misserfolg.

Anfang Februar 1960 lieferte der Herr Amtsbaumeister Aurin die Pläne samt Baubeschreibung und Kostenanschlag für den neuen großen Weiher ab. Geld musste her für den Bau und so beschloss man am 17. Januar die Beitragsleistung für das Jahr 1960. Zitat: „Die Beitragsleistung für das Jahr 1960 wurde durch Beschluss auf 15.00 DM festgesetzt. Es wurde jedoch der Versammlung vorbehalten, vom 1. Juli 1960 an für das letzte Halbjahr eine evtl. Erhöhung zu beschließen. Die Beiträge sind bis zum 30. Juni zu entrichten. Nach fruchtloser Mahnung erfolgt nach 4 Wochen der Ausschluss".

Aufgrund der mit dem Petri-Hof gemachten Erfahrungen (es waren wohl nicht die besten), wurde ein neues Vereinslokal, die Klosterschenke ausgewählt.

Am 3. März wurden im Panzergraben (dieser befand sich neben der Schafbrücke) 2 Zentner Rotaugen eingesetzt. Das Vorhaben führte zu einem ersten Misserfolg, es setzte ein großes Fischsterben ein. Die Rechnung an den Lieferanten, die Fischzuchtanstalt Wadrill, über 220,- DM wurde vorläufig beglichen, später wurden von dem reuigen Sünder 300,- DM rückerstattet. In der Versammlung vom 30.April 1960 wurde beschlossen, den Panzergraben auszubauen. Es sei vorweggenommen, dass auch diesem Vorhaben kein anhaltender Erfolg beschieden war.

Dafür wurden die Arbeiten für das Ausbaggern des Brutweihers, die Planung wurde von Herrn Ingenieur Schwarz vom Bauamt Bous durchgeführt, an die Firma Röder aus Geislautern zum billigsten Angebot von 590,- DM vergeben. Die Firma Röder arbeitete zu aller Zufriedenheit und so konnte nach tatkräftigem Einsatz der Weiherbaukommission und der Mitglieder (jedes Mitglied musste 30 Arbeitsstunden ableisten, ersatzweise 2,- DM pro Stunde entrichten) und unter Zuhilfenahme von, Zitat: „zwei Italienern gegen Bezahlung", der Brutteich am 19. November bespannt werden. Dank der vom Hygienischen Institut in Saarbrükken untersuchten und bestätigten guten Wasserqualität der Hangquelle gelang dieses Experiment.

Im Geschäftsbericht für das Jahr 1960 bedankt sich der Berichter ausdrücklich bei Herrn Amtsvorsteher Jost (als kleines Dankeschön erhielt dieser einen Fischerlaubnisschein für den Brutteich), beim Bürgermeister, Herrn Amtsbaumeister Aurin, Ingenieur Schwarz und Oberförster Jüngling für deren Unterstützung des noch jungen Vereins. Die Stimmung lässt sich bestens beschreiben durch die Wiedergabe eines Abschnittes aus dem Jahresbericht, Zitat: „ Werte Sportfreunde, im vergangenen Jahr ist vieles geleistet worden. Das Geschäftsjahr 1960 war die Bewährungsprobe für unseren Verein. Wir haben eine beachtliche Aufwärtsentwicklung zu verzeichnen. Durch die Schaffung dieses Brutteiches haben wir gegenüber der Bevölkerung und der Gemeinde an Ansehen gewonnen und nicht zuletzt das Vereinsvermögen indirekt um etwa 10.000,-DM gesteigert. Es waren große Anstrengungen in geldlicher wie arbeitsmäßiger Hinsicht erforderlich. Auf diese Leistung dürfen wir ruhig stolz sein, doch nicht überheblich".

Am 22.01.1961 wurde eine Weiherbaukommission für die Durchführung und Überwachung der Arbeiten zur Herstellung des großen Weihers (der heutige Mühlenweiher) gewählt. Mit gleichem Datum wurde die Gründung einer Jugendabteilung beschlossen.

Überhaupt war das Jahr 1961 geprägt durch die Bemühungen, den großen Weiher(Mühlenweiher) herzustellen und mit Fischen zu besetzen. Den Vorsitz über die vierköpfige Weiherbaukommission übernahm Herr Amstvorsteher Jost. Die Gemeinde Bous sagte einen finanziellen Zuschuss zu, weitere Zuschussanträge wurden an den Landesfischereiverband und die Bouser Röhrenwerke gestellt.

Der Jahresbericht für 1961 weist folgende Daten aus:

  • 26.08.1961: die Herren des Bauamtes Bous opfern ihren dienstfreien Samstag und stecken an diesem heißen Tag für den Verein die Weiheranlage ab
  • 18.09.1961: die Firma Röder beginnt mit den Ausbaggerungsarbeiten
  • 13.10.1961: Beendigung der Ausbaggerungsarbeiten
  • 20.10.1961: Abnahme des Weihers durch das Bauamt Bous
  • 05.01.1962: Es werden 24 Zentner Rotaugen eingesetzt und die Kosten betragen 1800,- DMDer Jahresbericht endet mit einem für Vorstände des ASV Bous zeitlos typischen Aufruf. Zitat: „Liebe Sportsfreunde, ein altes Sprichwort sagt: „ Wer rastet, der rostet." Wir sind stolz auf unsere Arbeit, aber es wäre verkehrt, auf Lorbeeren auszuruhen. Zu diesem schönen Weiher fehlt noch eine schöne Fischerhütte. Wie wäre es, wenn wir uns vornehmen würden, noch in diesem Jahr mit dem Bau zu beginnen?" Und weiter: „Es darf kein Stillstand eintreten. Stillstand bedeutet bekanntlich Rückgang

Die Jahre 1962 bis 1974

Die Barmannschaft anläßlich eines Fischerballes in der Südwesthalle stellte sich dem Fotografen.

Am 17. 02. 1962 musste der geplante Familienabend wegen des Grubenunglückes in Luisenthal abgesagt werden und am 28.02.1962 stellte das Bauamt Bous die Planung für die Schutzhütte fertig.

Der Pachtvertrag wurde am 09. 04. 1962 mit der Gemeinde Bous über 25 Jahre unterzeichnet und bereits am 15. 08. 1962 wurde der Mühlenweiher unter großer Anteilnahme der Öffentlichkeit eingeweiht

Im Februar 1963 fand ein Familienabend statt, der gut bei den Anglern und der Bouser Bevölkerung ankam, ein Vorläufer der späteren Fischerbälle.

Mit dem Bau der Schutzhütte wurde am 05.05 1963 mit dem Betonieren der Fundamente begonnen und die Schutzhütte wurde bis September fertiggestellt.

Anlässlich der Versammlung vom 18.05.1963 erkannte man nach lebhafter Diskussion, dass im Sinne einer ordnungsgemäßen sauberen Fischwaid die Ablegung einer Fischereiprüfung zu bejahen ist. Man lehnte jedoch Prüfungen, die einem Examen ähneln würden, strikt ab.

Aus einem Bericht der Saarzeitung vom 06.05.1964 ist zu entnehmen, dass die Gemeinde Bous das Bommersbachtal zu einem Erholungsgebiet mit weiteren Fischweihern, Wanderwegen, Spielplätzen und Ruhebänken ausbauen will.

Im Februar 1965 fand der erste Fischerball im Petri-Hof statt, trotz viel Arbeit und Risiko eine gelungene Sache für den Verein. In diesem und im folgenden Jahr belegte der ASV Bous auch den ersten Platz anlässlich des Vereinsschießens beim Schützenverein Hubertus.

Die Gemeinde Bous plant noch in 1965 den neuen Weiher und vergibt den Auftrag für das Ausbaggern an die Firma Gergen aus Roden.

Im August 1966 wurde der neue große Weiher, der jetzige Schwanenweiher, vom ASV Bous auf 25 Jahre gepachtet und anschließend geflutet.

Am 06.12.1966 wird erstmals berichtet, dass die Fischerhütte aufgebrochen worden ist.

Anlässlich der Generalversammlung vom 28. Januar 1967 beschreibt der 1. Vorsitzende, Sportsfreund Gottfried Gier, zurecht mit Stolz die Entwicklung des ASV Bous. Er beginnt in 1958 mit dem Status Null; „kein Geld, kein Fischgewässer". Er endet mit der Beschreibung der herrlichen Weiheranlagen, eingebettet in die neu gestaltete Bachtallandschaft mit den Wegen und dem Anglerhaus. Und er summiert die bis dahin vom Verein beschafften und eingesetzten Fische auf 77 Zentner. Der Schluss der Niederschrift liest sich wie ein Bekenntnis zur Hege und Pflege von einheimischen Fischen in sauberen, einheimischen Gewässern und ist geprägt vom sozialen Selbstverständnis des Vereins und von seiner Liebe zum Angelsport und der Natur.
Seinen 17. und letzten Jahresbericht als Vorsitzender verfasste Gottfried Gier am 28. Dezember 1974. Er zieht noch einmal Bilanz und fordert zum Wohle des Vereines, dessen Gründung und Entwicklung er wohl wie kein zweiter beeinflusst hat, die Tugenden ein, die sich wiederfinden in einem Gedicht, das er im Geschäftsbericht für 1962 vortrug:

Wer Fische fängt mit Leidenschaft, mit Meisterschaft und Wissenschaft, und hält dabei sich tugendhaft, gewissenhaft und ehrenhaft, den reichen Fang mit Maß betreibt, sorgt, dass im Wasser auch was bleibt, und angelt nicht um Geld und Gunst, nein, nur aus Freude an der Kunst, der ist's, wär's der geringste Knecht, Sportangler doch, und fischgerecht.

Unsere Bewunderung gilt der Weitsicht dieser Männer der ersten Jahre, ihrer Schaffenskraft, ihrem Einsatzwillen und ihrem Durchhaltevermögen.Ihr Schaffen soll unser Vermächtnis sein.

1972 wurde der 2. Bauabschnitt der Fischerhütte abgeschlossen und als Nachfolger von Gottfried Gier wurde im Dezember 1974 Josef Angnes zum 1. Vorsitzenden gewählt.

Der bereits im Jahr 1973 in Planung befindliche Weiher 3, der heutige Entenweiher, wurde 1974 fertiggestellt. Gemäß Vereinbarung mit der Firma Röder aus Geislautern wurde ein Pauschalpreis von 15.000 DM vereinbart, der vom ASV Bous zu tragen war. Die Gelder wurden mittels der vom ASV Bous veranstalteten Fischerbälle erwirtschaftet.

Die Jahre 1975 bis 1994

Josef Angnes ehrte im Jahr 1985 Jubilare für 10- und 25-jährige Vereinszugehörigkeit..

In seinem Schreiben vom 02.06.1975 teilt das Landesamt für Wasserwirtschaft und Abfallbeseitigung der Gemeinde Schwalbach (Bous gehörte damals zur Großgemeinde Schwalbach) mit, dass die vorhandenen Wassermengen nicht mehr ausreichen, die gesamten Teichflächen in einer ausreichenden Menge zu speisen. Der Teichanlage 3 wird deshalb die wasserrechtliche Genehmigung vorläufig nicht erteilt.

Als Ursache vermutet das Gemeindewasserwerk den steigenden Bedarf an Trinkwasser durch die wachsende Bevölkerung sowie weitere Bedarfsmengen durch das Bouser Schwimmbad. Als alternative Entnahmequelle scheint den Beteiligten nur noch der Bommersbach in Betracht zu kommen, dessen Eignung infolge der hohen Verschmutzung jedoch neue Probleme aufwirft. In seinem Antwortschreiben vom 17.07.1975 bekundet der ASV Bous sein Befremden über die Vorgehensweisen der beteiligten Behörden, wonach diese zunächst die bauliche Genehmigung für die vom ASV finanzierteBaumaßnahme aussprechen, um dann nach einem erhöhten Wasserbedarf die wasserrechtliche Genehmigung zu versagen.

1976 wird die Änderung zum Bebauungsplan Naherholungsgebiet im Bommersbachtal genehmigt.

In seinem Erläuterungsbericht zum entsprechenden Antrag beschreibt Herr Bauamtsrat Paulus die geplanten Arbeiten zusammengefasst wie folgt:
Ausbau weiterer Wander-, Fußwege und den Ausbau von Ruhezonen und Spielplätzen.Bau von Fußgängerbrücken über den Bommersbach (die Brücke über den Weiher 3 soll 1977 vom THW gebaut werden), Bau von Parkplätzen in den Randlagen und den Bau einer Zuleitung aus dem Bommersbach, nachdem die Entnahme zur Nachtzeit als unschädlich eingestuft wird.

Die Kosten für die Gesamtmaßnahmen werden auf rund 250.000 DM geschätzt.

Das Ministerium für Umwelt, Raumordnung und Bauwesen genehmigt am 24.08.1976 die Änderung des Bebauungsplanes und der Weiher 3 ist Bestandteil der Genehmigung.

In verschiedenen Expertenrunden werden in der Folgezeit zusätzliche Klärmaßnahmen (biologische Klärung durch Schilfanpflanzungen etc) angedacht und erläutert. Über ein Ergebnis dieser Untersuchungen liegen allerdings keine Berichte vor.

Nachdem schließlich die Gemeindewasserwerke die Speisung der gesamten Teichflächen sicherstellen konnten, berichtet die Saarbrücker Zeitung am 02.02.1978 :"Wiederwahl von Josef Angnes zum 1. Vorsitzenden" Im weiteren Bericht wurde die Eröffnung des Entenweiher angekündigt.
Als Fischbesatz werden in die drei Weiher eingesetzt: 100 kg Forellen, 750 kg Rotaugen, 500 kg Brassen, 350 kg Schleien, 350 kg Karpfen, 50 kg Zander und 50 kg Barsche.

Zwei weitere Zuchtweiheranlagen sollen gebaut werden, wogegen der Mühlenweiher abgelassen und entschlammt werden soll.
Der Verein veranstaltet bereits den 13. Fischerball.

In seiner persönlichen Niederschrift vom 08.08.1978 hält Josef Angnes fest, dass das Bauamt Schwalbach dem Bau von 2 Brutteichen zugestimmt hat.

Die Fischerhütte des ASV Bous im Naherholungsgebiet erhält 1985 die 3. und letzte Ausbaustufe und wird fertiggestellt.

Als Josef Angnes 1994 sein Amt an Paul Spies weitergab, hatten die Gemeinde und der ASV Bous ihr Gesamtkonzept eines Naherholungsgebietes für Bürger und Angler weitestgehend abgeschlossen.

Drei kleine Fischaufzuchtteiche (die ursprünglich zwei Brutteiche hatte man in drei Brutteiche umkonzipiert, nachdem sich herausstellte, dass der eine für eine praktische Bewirtschaftung zu groß geraten war) und Mühlenweiher, Schwanenweiher und Entenweiher boten den Vereinsmitgliedern und Gastanglern reichlich Wasserfläche zur Ausübung ihres Hobbys. Die Wasserversorgung war ausreichend gut.

Eine eigene kleine Räucherei versorgte die Gastronomie der Fischerhütte mit frischem Fisch und Räucherwaren. Die Fischerhütte konnte nun 50 bis 60 Gäste gleichzeitig bewirten. Der jährlich veranstaltete Fischerball war über die Gemeindegrenzen hinaus bekannt und bestens besucht.

Unter tatkräftiger Mithilfe des ASV Bous wurde aus einem Sumpfgelände ein Naherholungsgebiet für die Bouser Bevölkerung.

Das Engagement des ASV Bous bei der Erstellung und Pflege der Weiheranlage „Bommersbachtal" wird nicht nur von den Angelsportfreunden positiv wahrgenommen. Besonders im Naherholungsgebiet hat ihre Arbeit dazu beigetragen, dass die Weiheranlage und die dazugehörigen Grünflächen von der Bevölkerung gerne als eine „Oase der Ruhe" genannt und als solche angenommen wird.

Aber nicht nur dadurch hat der ASV Bous sich einen bedeuteten Platz in der Bouser Vereinswelt geschaffen. In Fragen des Umwelt-und Naturschutzes sind die Angler in vorderer Front und als Umweltschützer vor Ort. Neben den Menschen fühlen sich auch die Tiere wohl. So brütete im Jahr 2004 sogar ein Eisvogel - Pärchen am Entenweiher, nachdem sie in die Böschung einen Nistplatz gruben. Die sonst so scheuen Vögel akzeptierten die Angler und der Tisch war ja reichlich gedeckt.

Die Jahre 1994 bis heute

Die Senioren des ASV Bous treffen sich regelmäßig zu Seniorenfischen.

Im Frühjahr 1994 führte der ASV Bous einen Generationenwechsel im Geschäftsführenden Vorstand durch:

Josef Angnes gab nach 20 Jahren sein Amt an Paul Spies weiter.

Seit Januar 2015 führt Giovanni Censabella als 1. Vorsitzender die Geschicke des Vereins.


Die wirtschaftliche Entwicklung des Vereines:

Am 09.11.1989 fiel die Mauer in Berlin. Am 03.10.1990 feierte Deutschland die Wiedervereinigung. In den Folgejahren leerten sich die öffentlichen Kassen infolge der enormen Aufbauleistungen im Osten und leeren Sozialkassen der ehemaligen DDR. Der Fiskus suchte neue Geldquellen und entdeckte die Vereine, die sich in den goldenen 70er und 80er Jahren mit enormer Eigenleistung Werte und volle Vereinskassen geschaffen hatten.

Die Kassierer der Vereine drückten die Seminarbänke und erfuhren, dass ihr Verein aus der Sicht des Finanzamtes 4 verschiedene Einnahmearten unterscheiden und versteuern sollte, im ideellen Bereich die Mitgliedsbeiträge, im Zweckbetrieb Einnahmen aus Verkauf an Mitglieder, im Wirt-
schaftsbetrieb Einnahmen von Nichtmitgliedern, und schließlich noch die Einnahmen aus Kapital, die Zinsen. Anstatt über kapitale Fänge wurde an den Stammtischen über Frei- und Grenzbeträge diskutiert.

Auf völliges Unverständnis bei den Vereinsmitgliedern stieß schließlich die Nachricht, dass die Verköstigung der Helfer während oder nach einem Arbeitseinsatz als „geldwerter Vorteil" anzusehen sei und somit lohnsteuer- und sozialabgabepflichtig ist. Viele Vereine erhielten Bescheide über Nachzahlungen, und auch der ASV Bous blieb nicht verschont und musste Mitte der 90er Jahre Nachzahlungen in vierstelliger Höhe ableisten.

Zum 01.01.2002 wurde der Euro eingeführt, der bald den Spitznamen „Teuro" erhielt. Der „gefühlte" Verlust an Kaufkraft betrug beim Bürger im Laufe der Jahre rund 50 %. Insbesondere die Energiekosten stiegen, so dass der Verein in 2007 monatliche Abschläge für Gas, Wasser und Strom in Höhe von 750 € abführen musste. Die Gastronomie, und somit auch die Fischerhütte, spürten diese Entwicklung an den Umsatzeinbußen.

In diesen und den kommenden Jahren tätigte der Verein weitere Investitionen. Die Grillhütte wurde erweitert, der Biergarten gebaut, die Fläche zwischen Fischerhütte und Räucherhütte befestigt und schließlich auch die Räucherhütte selbst ausgebaut.